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Wanderrouten

Rheinschlucht

Wanderrouten · Hinterrhein
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Graubünden Ferien Verifizierter Partner  Explorers Choice 
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    Foto: Graubünden Ferien
m 1000 900 800 700 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 km

leicht
4,4 km
1:30 h
168 hm
185 hm
Bei der Station Valendas überqueren wir die Bahnlinie und folgen dieser ein kurzes Stück in östlicher Richtung, bis der Weg abfällt in den lichten Auenwald am Vorderrhein. Besonders reizvoll ist diese Wanderung im Frühsommer, wenn die Auwälder in hellem, frischem Grün leuchten und der Rhein viel Wasser führt.

Beim Einschnitt des Carreratobels gehen wir unter der Bahnlinie hindurch und steigen über die Lichtung von Au aufwärts. In weitem Bogen umgehen wir etwas höher oben die grössere Lichtung Isla.

Am Waldrand steht eine einladende Bank. Hier gönnen wir uns einen Halt. Wir geniessen einen schönen Ausblick über die Lichtung unter uns und über den ganzen westlichen Abschnitt der Ruinaulta.

Nun senkt sich der Weg wieder bis in die enge Talsohle hinunter. Wir befinden uns jetzt wieder. am Rhein. An schönen Sommertagen können wir viele Kanufahrer beobachten, die hier dem sogenannten River Rafting frönen. Vor allem aber bewundern wir die zerklüfteten Felswände und -Türme am steilen Abhang gegenüber.

Unser Weg führt jetzt in leichtem Auf und Ab unmittelbar unter den Höhlen, Türmen und Schluchten der bizarren Erosionslandschaft hindurch. Nicht zu Unrecht gilt dieser Abschnitt als die interessanteste und abenteuerlichste Schluchtlandschaft Europas - der «Gran Canyon» der Schweiz, so wird sie auch genannt. Unversehens stehen wir dann plötzlich vor dem kleinen Bahnhof von Versam. Ein gemütliches Restaurant lädt uns ein, noch eine Weile an diesem fantastischen Ort zu verweilen, bis die Rhätische Bahn uns nach Chur zurückbringt.
Profilbild von Alexander Starcevic
Autor
Alexander Starcevic
Aktualisierung: 03.03.2014

Schwierigkeit
leicht
Kondition
Höchster Punkt
733 m
Tiefster Punkt
643 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

Der Bergsturz: Am Ende der letzten Eiszeit, rutschte von den Hängen des Flimsersteins und des Piz Grisch eine gewaltige Masse von Felsmaterial in südlicher Richtung zu Tal. Auf einer Breite von fast drei Kilometern müssen diese Felsmassen mit grosser Geschwindigkeit talwärts gepoltert sein. Im ganzen Alpengebiet kennt man keinen Bergsturz von so enormen Ausmassen. Ein riesiger Druck trieb das Geschiebe auf der anderen Talseite, am Abhang von Versam und Valendas, wieder in die Höhe. Ein Teil der Felssturzmasse wurde dem Rhein entlang aufwärts geschoben, der andere Teil bewegte sich talauswärts bis in die Nähe von Reichenau.

Beim endgültigen Rückzug dieses Rheintalgletschers blieb zusätzlich zum Felsmaterial aus dem Bergsturz noch eine Menge Moränenschutt liegen. Hinter dieser Geröllmasse staute sich ein grosser See. Er reichte bis nach Tavanasa hinauf. Eines Tages entleerte er sich. Dabei frass sich der junge Rhein tief in das lockere Bergsturzmaterial ein.

Heute liegt das Bett des Rheins bis zu 400 Metern tiefer als die Terrassen von Conn/Flims auf der Nordseite und diejenigen von Versam und Valendas auf der Südseite. Einmalig und eindrücklich sind die fantastischen Felsformationen des hellen Gesteins in den steilen Abhängen. Unsere Aufmerksamkeit verdient aber auch der Lauf des Rheins, dessen grünliches Wasser in meist ruhigem Lauf ausholende Schlaufen durch die Talsohle zieht. Keine Strasse durchzieht die Schlucht. Nur die Gleisanlagen der Rhätischen Bahn schmiegen sich an den rechtsufrigen Abhang. Somit ist dieser Landschaft, die ein gewaltiges Urgeschehen geprägt hat, ein winziger Teil, eine Ahnung desselben erhalten geblieben.

Wegbeschreibung

Valendas/Station - Ruinaulta - Versam/Station

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Anreise: Mit der Bahn nach Valendas/Station.

Abreise: Mit der Bahn ab Versam/Station.

Koordinaten

DG
46.792121, 9.275781
GMS
46°47'31.6"N 9°16'32.8"E
UTM
32T 521047 5182100
w3w 
///klug.eindrucksvoll.thema
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad


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Schwierigkeit
leicht
Strecke
4,4 km
Dauer
1:30h
Aufstieg
168 hm
Abstieg
185 hm
Streckentour geologische Highlights

Statistik

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