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Arosa (Rundwanderung)

Wanderrouten · Schweiz
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Graubünden Ferien Verifizierter Partner  Explorers Choice 
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    Foto: Graubünden Ferien
m 2200 2100 2000 1900 8 6 4 2 km

9,4 km
2:45 h
318 hm
317 hm
Der Bus nach Prätschli hält gleich beim Bahnhof. Da er ein dichtes Wandergebiet erschliesst und Bus-Fahrten in Arosa gratis sind, sollten wir uns rechtzeitig einen Sitzplatz sichern. Die Wanderroute ist gut markiert. Wir folgen zuerst dem Wegweiser nach Scheidegg, dann nach Ochsenalp und schliesslich nach Rot Tritt und Prätschli. Die gute Beschilderung und die lückenlosen Markierungen erlauben es uns, uns ganz den Naturschönheiten zu überlassen.

Bei der Bushaltestelle Prätschli wenden wir uns nordwärts und folgen zunächst einem anfangs noch recht breiten Weg sanft aufwärts. Bald haben wir die Waldgrenze überschritten. Bevor wir zum Ober Prätschsee kommen, biegen wir links in einen schmalen Pfad ein. In wechselnden Steigungen und auch immer wieder über erholsame ebene Teilstücke führt er über einen Geländekamm, die Scheidegg. In langgezogenen Schwüngen folgt nun der Pfad dem weichen Hang, der sich von den Ausläufern des Weisshorns herabzieht.

Wir blicken über das Schanfigg nordwärts talaus. Die Leute auf der Ochsenalp unterhalten eine gepflegte Bergwirtschaft mit verhältnismässig reichem Angebot. Besonders empfehlenswert sind die selbst hergestellten Milchgetränke. Wenn wir dann von der Ochsenalp aufbrechen, müssen wir uns entscheiden, ob wir dem bequemen, kaum befahrenen, ungeteerten Alpsträsschen folgen wollen oder dem hübsch angelegten, abwechslungsreichen Wanderweg nach Rot Tritt.

Wir empfehlen die zweite Möglichkeit. Deshalb gehen wir einige Schritte denselben Weg, den wir gekommen sind, bis zum vielarmigen Wegweiser, der uns sicher der Bergschulter entlang führt. Schon bevor wir Rot Tritt erreichen, überrascht uns die Sicht auf die reich gegliederte, melodisch gebildete Aroser Bergwelt ringsum. Wir vergessen die Zeit! Über Weiden und durch kleine Waldstücke kommen wir gemütlich nach Prätschli zurück.

Zwischen Mitte Juni und Mitte Juli ist diese Wanderung besonders schön. Dann gehen wir durch eine Blumenfülle wie im Paradies. Das weidende Vieh ist in der Regel gut abgezäunt. In der kargeren Sommerzeit aber zeigt sich die Modellierung des Geländes besonders eindrücklich. Im Herbst freuen wir uns an den kupferigen Farben von Lärchen und Kräutern.
Profilbild von Alexander Starcevic
Autor
Alexander Starcevic
Aktualisierung: 09.03.2014

Höchster Punkt
2097 m
Tiefster Punkt
1907 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

Das goldene Schloss: Das goldene Schloss ist eine Blütenpflanze. Meine Mutter nannte die Trollblume so - und nicht ohne Grund. Die meisten Blüten öffnen sich der Sonne und dem Licht und locken mit ihrem Duft ihrer Farbe und ihrem Glanz Insekten an, damit sie Befruchtunsvorgänge einleiten. Die Trollblume aber schafft mit ihren Blütenblättern eine dichte Kugel. Kein Schmetterling, keine Biene, keine Hummel kann zu den Geschlechtsorganen gelangen. Nur einer winzigen Fliegenart gelingt es - angelockt von einem für sie betörenden Duft - in das Kugelinnere zu gelangen. Dort erwartet sie goldenes Licht und mit den zahlreichen Staubgefässen ein überreiches Nahrungsangebot. Bei schlechtem Wetter, bei Kälte und in der Nacht bietet ihr die Blüte angenehmen Schutz. So bleibt denn die winzige Fliege gerne in ihrem Schloss und befruchtet unwillkürlich die Blüte.

Erst wenn die Trollblume zu welken beginnt, verlässt das kleine Insekt seine Gastgeberin und sucht eine neue Unterkunft. Die eigenartige Blütenform und die Goldfarbe haben der Blume zu einer ganzen Reihe hübscher Bezeichnungen verholfen. Im Bernerland heißt sie Ankeballe, im deutschsprachigen Graubünden Popperolle. Gemeint sind die Lockenrollen eines blondhaarigen Kleinkinds.

Die Trollblumen gedeihen auf einer Höhe zwischen 700 und 2'400 Metern. Sie blühen im Juni und Juli. Der aufrechte, schlanke Stängel wird 10 bis 70 Zentimeter hoch. Die Blüte hat einen Durchmesser von 20 bis 40 Millimetern. Die fast runden Blütenblätter schützen die zahlreichen Honig- und Staubblättchen im Innern. Trollblumen lieben feuchte Wiesen, grasige Grate, Hochmoore und Bachufer.

Wir finden sie nicht nur in den Alpen, auch im Apennin, den Pyrenäen und sogar in Norwegen. Im Einzugsgebiet unserer Wanderung bedecken sie weite Flächen. Das heisst aber nicht, dass sie in Massen gepflückt werden sollen. Bereits musste die Pflanze in mehreren Kantonen geschützt werden.

Wegbeschreibung

Arosa Prätschli - Scheidegg - Ochsenalp - Rot Tritt - Prätschli

Hinweis

Wildruhezone Waldungen linke Talseite: 20.12 - 30.04
alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Anreise/Abreise: Mit der Bahn nach Arosa und dem Bus nach Prätschli.

Koordinaten

DG
46.790937, 9.675297
GMS
46°47'27.4"N 9°40'31.1"E
UTM
32T 551539 5182153
w3w 
///gürtel.aufkaufte.ausgeliefert
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad


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Strecke
9,4 km
Dauer
2:45h
Aufstieg
318 hm
Abstieg
317 hm
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