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Bonaduz

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    Foto: Michael Christ, Chur Tourismus
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Bonaduz liegt auf einer sonnigen Terrasse zwischen dem Vorder- und Hinterrheintal. Die Gemeinde bietet eine hohe Lebensqualität, attraktive Freizeitangebote und wunderbare Naherholungsgebiete.

Das Freizeitangebot von Bonaduz ist sehr vielseitig und spricht Jung und Alt, Familien, Gäste und Einheimische gleichermassen an. Bestens ausgebaute Wanderwegen und Bikerouten führen in die reizvolle Umgebung – ob hinauf auf eine idyllische Alp oder hinunter in die faszinierende Rheinschlucht, von Bonaduz ist man ganz schnell in der faszinierenden Natur Graubündens.

In Bonaduz selbst stehen Freizeitanlagen wie eine Minigolfbahn, eine Go-Kart-Anlage, Fussball- und  Tennisplätze sowie Langlaufloipen und eine Finnenbahn zur Verfügung. Ganz in der Nähe befindet sich ausserdem der Golfplatz in Domat/Ems und das trendige Skigebiet Laax.

Geschichte

Archäologische Funde aus der späten Latène-Zeit (5.-1. Jahrhundert v. Chr.) und ein frühmittelalterliches Gräberfeld mit mehr als 700 Gräbern im Dorfteil Valbeuna sprechen für eine relativ frühe Besiedlung. In der Nähe des Dorfes befindet sich hoch über dem Vorderrhein die Ruine Wackenau. Möglicherweise entstand sie zur Sicherung eines nahen Rheinübergangs. Bonaduz gehörte zur Herrschaft Rhäzüns und kam mit ihr 1497 an Maximilian I. von Österreich und damit an Habsburg. Bonaduz blieb in der Reformation katholisch und bildete mit der Nachbargemeinde Rhäzüns bis 1529 eine kirchliche, politische und wirtschaftliche Einheit. Die kirchliche Trennung erfolgte erst 1667. 

Mitte des 16. Jahrhunderts erwarben die Bonaduzer die Alp Ramuz auf der anderen Seite des Kunkelspasses. Die Gemeinde war lange von der Viehwirtschaft und Getreidebau geprägt. Heute arbeiten viele Bonaduzer in der Ems-Chemie (Domat/Ems) und in Chur.

Bonaduz war ursprünglich eine Gemeinde des romanischen Sprachraums. 1860 sprachen fast noch 70 % der Dorfbevölkerung romanisch. Im Zuge des Wiederaufbaus nach einem Grossbrand im Jahre 1908 zogen jedoch immer mehr Deutschsprachige nach Bonaduz, so dass 1990 über 80 % der Einwohner deutschsprachig waren und der Anteil der romanischen Bevölkerung nur noch 6 % betrug. 

Kirche S. Gieri/St. Georg
Die Kirche S. Gieri/St. Georg zwischen Bonaduz und Rhäzüns war die Talschaftskirche der Stammlande der Herrschaft Rhäzüns und ist ein ganz besonderer Schatz. Der älteste Bau soll archäologischen Funden gemäss aus dem 6./7. Jahrhundert stammen. Im 2. Viertel des 14. Jahrhunderts entstanden ein neuer Chor, und danach wurde das Kircheninnere mit prachtvollen Gemälden ausgestattet. Auftraggeber waren die Freiherren von Rhäzüns. Die Fresken von Anfangs des 14. Jh. im Chor, der Chorwand (sie zeigt die eher unbekannten Georgslegende) sowie der imposante Drachenkampf und ein Stifterbild an der nördlichen Langseite stammen vom bekannten "Waltensburger Meister". Die Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie die Heiligengeschichten im restlichen Kirchenschiff wurden in der zweiten Hälfte des 14. Jh. vom "Rhäzünser Meister" in Kalkmalerei (Seco) ausgeführt.

Rheinschlucht
Ganz in der Nähe von Bonaduz befindet sich die faszinierende Rheinschluchtwelt der Ruinaulta. Sie zählt zu den grossartigsten und vielfältigsten Landschaften der Alpen. Eine wilde Schlucht mit einem reissenden Fluss, weissen Steilwänden und weiten Wäldern. Die stillen Seen füllen sich von Geisterhand, bei den Auenwäldern brüten seltene Vögel. Selbst Orchideen findet man in diesem kleinen Paradies.

Die Ruinaulta lässt sich auch ganz einfach auf eigene Faust entdecken und erforschen. In den Wäldern und dem Vorderrhein entlang warten ein dichtes Wanderwegnetz, verschiedenste Bike-Touren und schöne Rastplätze. Drei Bahnstationen der Rhätischen Bahn (Trin, Versam-Safien und Valendas-Sagogn) befinden sich am Eingang zur oder sogar mitten in der Rheinschlucht.

Und wer die Rheinschlucht besonders intensiv erleben will, kann auch auf den Wellen des Vorderrheins die Ruinaulta kennenlernen – es wartet eine der faszinierendsten Strecken Europas für Kanu, Kajak und Riverrafting!

Naturschutzgebiet Weihermühle

Einer Oase gleich wird die Weihermühle von Quellwasser gespiesen. Geprägt durch diesen Wasserreichtum und die ständige Pflege entwickelte sich hier ein Naturjuwel der besonderen Art. Die Weihermühle ist als Flachmoor von nationaler Bedeutung eingestuft. Hier leben unter anderem die wärmeliebende Haselmaus und zahlreiche Orchideenarten sowei der Sonnentau, eine einheimische fleischfressende Pflanze. Dem Engagement von Pro Natura Graubünden und der damaligen Naturschutzkommission der Naturforschenden Gesellschaft Graubündens ist es zu verdanken, dass die Weihermühle seit 1967 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Bereits 1961 wurde die erste Parzelle durch die Natuschutzkommission erworben. Heute sind ca. 3,6 ha im Grundeigentum von Pro Natura.

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Autor
Michael Christ 
Aktualisierung: 07.12.2018

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Typ
Name
Strecke
Dauer
Aufstieg
Abstieg
6,1 km
1:45 h
83 hm
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7,1 km
2:00 h
116 hm
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Eigenschaften

Ausflugsziel
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